Hörspiel-Hauptrolle: Richard II. - Der Kerker in uns
- zebit6
- 26. Jan.
- 1 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 9 Stunden
Vor kurzem ist gemeinsam mit Jörg Vogel und vielen tollen Kolleginnen und Kollegen – darunter auch einige Improvisionäre – ein Hörspiel entstanden, in dem ich die Hauptrolle übernehmen durfte.

Die Vorlage: lose inspiriert von Richard II von William Shakespeare. Ausgangspunkt war insbesondere die Kerker-Szene – ein Moment, in dem sich äußere Umstände zunehmend in innere Zustände verschieben. Isolation, Reflexion, Selbstbegegnung.
Daraus entwickelt sich ein Hörspiel, das sich mit mentaler Gesundheit und dem Gefühl beschäftigt, in sich selbst gefangen zu sein. Ein Thema, das im rein akustischen Erzählen eine besondere Unmittelbarkeit entfalten kann.
Im Produktionsprozess wurde dabei auch mit binauraler Technik experimentiert. Das Ergebnis sind Klangräume, die Nähe und Distanz erfahrbar machen, Perspektiven verschieben und das Publikum sehr direkt in die Wahrnehmung der Figur hineinziehen.
Die Arbeit im Tonstudio hat einmal mehr gezeigt, wie eigenständig dieses Medium ist.
Ohne visuelle Ebene entsteht eine andere Form von Konzentration. Alles liegt in der Stimme, im Timing, in Nuancen. Gleichzeitig eröffnet genau das Möglichkeiten, die visuelle Medien oft nur schwer erreichen: Innenwelten lassen sich unmittelbarer erzählen, Übergänge zwischen Realität und Vorstellung bleiben bewusst offen.
Gerade bei diesem Stoff war das besonders reizvoll.
Das Hörspiel ist inzwischen fertiggestellt und wird in Kürze hier auf der Website zu hören sein.
![[sic!]: Solo Impro Cabaret - Weltpremiere @BühnenRausch](https://static.wixstatic.com/media/9678f6_5431e1d7acdf410bb53dec5b66ae47a2~mv2.jpg/v1/fill/w_980,h_879,al_c,q_85,usm_0.66_1.00_0.01,enc_avif,quality_auto/9678f6_5431e1d7acdf410bb53dec5b66ae47a2~mv2.jpg)

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